Es war ein Spieltag der Kontraste: Alle fünf Tischtennis-Teams des TSV Rain waren am zweiten Adventswochenende im Einsatz, mit zwei brennenden Kerzen - sprich zwei Punkten - kamen jedoch nur zwei Mannschaften aus ihren Spielen zurück. Zumindest ein Remis holte die Erste in der Verbandsliga, erstmals in Bestbesetzung, gegen den Mitaufsteiger TSG Hochzoll. Sehr zufrieden durfte die Zweite sein, die ihre souveräne Tabellenführung in der Bezirksklasse A durch einen 9:2-Erfolg beim TV Dillingen V untermauerte. Dagegen erlitt die Dritte in der Bezirksklasse C einen Tiefschlag: Als vorzeitiger Herbstmeister zum Derby in Oberndorf angereist, kassierte das TSV-Team dort eine herbe 1:9-Schlappe. Deutlich besser lief es für die vierte Garnitur in der Bezirksklasse D: Sie erledigte ihre Hausaufgabe gegen den TSV Ebermergen mit einem souveränen 8:2. Nichts zu bestellen hatte das TSV-Nachwuchsteam bei der 0:10-Niederlage gegen die Viertvertretung des TSV Nördlingen.

Herren-Verbandsliga Südwest:

TSV Rain - TSG Hochzoll 5:5

Die Anzeigetafel zeigte ein 5:5, und die Rainer Tischtennisspieler wussten nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Im Verbandsliga-Heimspiel gegen die TSG Hochzoll hatte man sich mehr erhofft, letztlich gab das Ergebnis aber den Spielverlauf und die Kräfteverhältnisse wieder. Und der Punktgewinn konnte erst auf der Zielgeraden eingefahren werden.

Zu verdanken hatten die Blumenstädter den Teilerfolg vor allem ihrer Nummer eins Gerhard Wittmeier, der eine tolle Leistung zeigte und an insgesamt drei Habenzählern beteiligt war. Darüber hinaus macht Hoffnung, dass man erstmals in dieser Saison in der Bestbesetzung antreten konnte. André Thiebau feierte sein Debüt im roten Trikot der Tillystädter, musste seinem Trainingsrückstand und der fehlenden Wettkampfpraxis aber Tribut zollen.

Die Eingangsdoppel brachten eine Punkteteilung. Thiebau/Jürgen Genz hatten noch Abstimmungsschwierigkeiten, was in einer glatten 0:3-Niederlage mündete. Danach sah es am Nebentisch auch lange aus, doch Wittmeier/Mathias Häusler drehten einen 0:2-Satzrückstand noch in ein 3:2 und verhinderten damit einen kompletten Fehlstart der Hausherren. In diesem Rhythmus wogte das gesamte Spiel hin und her. Vorne gewann Gerhard Wittmeier jeweils 3:0 gegen Jörg Teichmann und Tobias Höfler. Mit dem gleichen Ergebnis musste André Thiebau die Flügel strecken.

Auch hinten kam es zu einem „Remis“. Gegen Daniel Schär zogen Mathias Häusler und Jürgen Genz – nach hartem Kampf, aber letztlich doch verdient – den Kürzeren. Dafür hielten sich die beiden Rainer an Moritz von Hofer schadlos, wobei vor allem das allerletzte Einzel des Abends von Jürgen Genz beim Spielstand von 4:5 – die drohende Niederlage vor Augen – auf Messers Schneide stand. Bei einem 1:2-Satzrückstand und einem Spielstand von 0:5 half nur noch das taktische Mittel der Auszeit, den Kontrahenten aus dem Konzept zu bringen. Und dies gelang letztlich auch. Der vierte Satz fiel noch auf Genz´ Seite und auch im finalen Durchgang behielt der Rainer Kapitän einen kühlen Kopf und ein ruhiges Händchen, um den Punktgewinn für seine Farben unter Dach und Fach zu bringen. „Ein Sieg wäre schön gewesen, aber das Unentschieden hält uns zumindest im Rennen um den Klassenerhalt. Wir kämpfen weiter!“, resümierte Genz dann auch zuversichtlich.

In zwei Wochen steht nun noch der Vorrundenabschluss gegen den Post SV Augsburg auf der Agenda. Zum einen freut man sich auf ein Wiedersehen mit Thomas Wittl, der das Tischtennisspielen in Rain gelernt hat und inzwischen seit über 10 Jahren in der Fuggerstadt an die Platten tritt. Darüber hinaus ist es für den TSV wiederum ein Duell gegen einen Kontrahenten aus dem Tabellenkeller. Motto: „Verlieren verboten!“

Herren-Bezirksklasse A:

TV Dillingen V - TSV Rain II 2:9

Auch einen Spieltag vor Vorrundenende wahrte die zweite Garnitur des TSV ihre blütenweiße Weste und sicherte sich mit dem 9:2-Erfolg bei Dillingens Fünfter vorzeitig den Herbstmeistertitel in der Bezirksklasse A. So locker, wie es der Endstand vermuten lässt, fiel der Sieg den Gästen, die auf den verletzten Artur Klein verzichten mussten, allerdings nicht. Vor allem in den Doppeln hatten die Lechstädter eine Menge Arbeit zu verrichten, ehe sie sich über einen beruhigenden 3:0-Vorsprung freuen konnten. Erldeigten Römer/Grob ihre Aufgabe gegen Hofweber/Manlik noch in vier Durchgängen, so mussten sowohl M. Klein/Simonis als auch Reisner/Sturm über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen, um ihre Erfolge über Jüllich/Wahl bzw. Hartmann/Volk einzufahren. In den Einzeln wurde es dann deutlicher. Wolfgang Römer drehte nach verlorenem ersten Satz gegen Florian Hofweber die Partie deutlich, Marco Klein kam nur im dritten Satz gegen Johannes Jüllich kurzzeitig von der Erfolgsspur ab, und Thomas Simonis punktete mit viel Kampfgeist nach einem 0:1-Satzrückstand noch gegen Oliver Wahl. Sehr deutlich setzte sich Andreas Grob gegen Max Hartmann durch. Beim Stand von 0:7 verkürzten die Gastgeber im hinteren Paarkreuz: Stefan Sturm fand gegen Alexander Manlik kein Konzept, Martin Reisner blieb gegen Dorian Volk unter seinen Möglichkeiten. So mussten Klein und Römer nochmal ran und sicherten gegen Hofweber und Jüllich den Auswärtssieg, wobei Römer schon 0:2 in Rückstand gelegen hatte.

Herren-Bezirksklasse C:

VfB Oberndorf - TSV Rain III 9:1

Desaster für den Tabellenführer! Bislang mehr als souverän durch die Liga spaziert, kassierte der bereits als Herbstmeister feststehende TSV Rain III zum Vorrundenabschluss beim Lokalrivalen VfB Oberndorf eine bittere Niederlage. Die hochmotivierten Gastgeber hatten dabei das Spielglück auf ihrer Seite, denn alle fünf Partien, die in den Entscheidungssatz gingen, endeten mit einem Erfolg für die VfB-Akteure. So standen die Gäste bereits nach den Doppeln, in denen nur Reisner/Sturm gegen Triebel/Kolb eine echte Gewinnchance hatten, mit 0:3 mit dem Rücken zur Wand. Und als dann auch noch beide Partien des vorderen Paarkreuzes - Peter Ulrich gegen Stefan Sturm, Christian Triebel gegen Martin Reisner - mit jeweils 3:2 an die Einheimischen gegangen war, nahm das Unheil konkrete Züge an. In der Mitte vermochten Walter Lang (gegen Andreas Schuhladen) und Dieter Wittke (gegen Werner Kolb) ihren Kontrahenten ebenfalls nichts Entscheidendes entgegenzusetzen. Uladzislau Klimenkou fehlte gegen Celine Mareis nur ganz wenig zum ersten Gegenpunkt für die Gäste - den holte dann ausgerechnet der erstmals in dieser Saison zum Einsatz gekommene Ulrich Mändle gegen Jürgen Höck. Mehr war für die konsternierte TSV-Dritte an diesem Abend aber nicht mehr drin: Reisner verlor auch sein zweites Einzel gegen Ulrich denkbar knapp im fünften Satz.

Herren-Bezirksklasse D:

TSV Rain IV - TSV Ebermergen II 8:2

Das Punktekonto ins Positive gedreht (9:7) hat die TSV-Vierte durch ihren deutlichen Heimsieg über Ebermergens Zweitvertretung. Schon die Doppel zu Beginn der Partie gaben die Richtung vor: Bleimayr/Landes und Lenk/Klimenkou brachten die Rothemden mit 2:0 in Führung. Anschließend erhöhte Max Bleimayr gegen Reinhold Dreger souverän auf 3:0, ehe Erwin Lenk - nach längerer beruflich bedingter Abwesenheit erstmals wieder im Einsatz - gegen Oliver Kaiser den ersten Gegenpunkt zuließ. Keine Mühe hatten dagegen Uladzislau Klimenkou und Ralf Landes, um sich gegen Marc Wiedemann und Holger Schreitmüller zu behaupten. Der doppelte Punktgewinn war bereits sicher, als Bleimayr anschließend auch Kaiser bezwang. Lenks Niederlage gegen Dreger war somit nur noch Resultatskosmetik, zumal Klimenkou und Landes anschließend das Ergebnis gegen Schreitmüller und Wiedemann auf 8:2 nach oben schraubten.

Jugend-Bezirksklasse D:

TSV Nördlingen IV - TSV Rain 10:0

Überhaupt nichts zu machen war für den TSV-Nachwuchs im letzten Vorrundenspiel bei Nördlingens Vierter. Zwar gelangen den Gästen in der Ries-Metropole immerhin acht Satzgewinne, in die Nähe eines Sieges kam aber lediglich Spitzenspieler Maxi Homann, der nach einer 2:0-Satzführung aber noc hgegen Fabian Reichensperger verlor. Emma Krämer kam gegen Reichensperger und Jonas Enslin jeweils zu einem Satzgewinn, hinten sah es für Simon Zwiefelhofer gegen Sergey Kobelev und Daniel Schwebel genauso aus. Gar nichts zu machen war gegen beide Kontrahenten für Thomas Jurisch.

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